Logo Bihl+Wiedemann GmbH

Fehlt noch was?

Irgendwas fehlt immer: Morgen wünscht sich der Markt vielleicht hier noch ein bisschen mehr Leistung und übermorgen dort noch ein zusätzliches Feature. Aber für heute bietet das Produkt-Portfolio von Bihl+Wiedemann inzwischen wirklich alles, was für die maximale Effizienz bei der Vernetzung von Aktuatoren und Sensoren und in der Sicherheitstechnik moderner Anlagen nötig ist.

„Alles aus einer Hand“: Falls eine Hitliste der am häufigsten verwendeten Werbesprüche existiert, dann steht diese Formulierung sicherlich ganz weit oben. Bei Duschvorhangringen beispielsweise oder bei Einwegfeuerzeugen sind solche Aussagen auch nicht weiter problematisch, auf einem schnelllebigen Markt wie dem der Automatisierung sieht das schon anders aus: „Irgendwas fehlt in unserem Portfolio eigentlich immer“, meint Bihl+Wiedemann- Geschäftsführer Bernhard Wiedemann. „Sonst könnten wir ja sofort damit aufhören, permanent nach noch besseren, noch effizienteren Lösungen zu suchen.“ Gut, dann stellen wir die Frage anders: Gibt es nach dem gegenwärtigen Stand  der Branchen-Technologie etwas im Bereich AS-Interface, das es nicht gibt im Bihl+Wiedemann-Sortiment? „Nein, definitiv nicht“, sagt Wiedemann und macht damit immerhin den Weg frei zu folgendem Statement: Nach dem Start der Produktion eigener Standard-Slaves bietet sein Unternehmen dem Anwender zumindest für heute wirklich alles, was er zur effizienten Vernetzung von Aktuatoren und Sensoren sowie für die moderne Sicherheitstechnik braucht.

Dank der Gateways von Bihl+Wiedemann können fast alle Automatisierungssysteme die Effizienz von AS-Interface nutzen


Groß geworden sind die „AS-INTERFACE MASTERS“ aus Mannheim zunächst damit, dass sie schon sehr früh erkannt haben, welches Potenzial in einem System steckt, das fast alle Sprachen der Automatisierung spricht: Mit Hilfe ihrer Gateways lässt sich ASi so einfach wie ein ganz normaler Slave in übergeordnete Feldbus-Netzwerke einbinden. PROFIBUS, PROFINET oder sercos? EtherNet/IP, EtherCAT oder Modbus TCP? CC-Link, DeviceNet oder CANopen? Dank der Brückenbauer von Bihl+Wiedemann ist die Effizienz, die AS-Interface an der Basis der Automatisierungspyramide verspricht, beinahe universell verfügbar. Digitale und analoge Daten, dezentral über ASi Slaves eingelesen, werden über das jeweilige Bussystem an die übergeordnete Steuerung weitergegeben, die Ausgangssignale der Steuerung wiederum an die ASi Aktuatoren übertragen. Der Anwender profitiert dabei auch von den vielfältigen, serienmäßig implementierten Diagnosefunktionen wie Doppeladresserkennung, Erdschluss- und EMV-Überwachung sowie einer optionalen SPS-Funktionalität. Besonders kosteneffizient sind Doppelmaster in einem Gateway. Damit lassen sich zwei ASi Kreise von einem Gateway steuern – und bei Bedarf mit nur einem Netzteil versorgen. Darüber hinaus umfasst das Sortiment selbstverständlich das komplette Spektrum an ASi spezifischen Befehlsmeldegeräten sowie E/A-, Motor- und Leiterplatten- Modulen. Und auch an Extras mangelt es nicht: Eine ganz besondere Spezialität sind zum Beispiel die Drehzahlwächter, die Sinus/Cosinus- oder HTL-Signale sicher auswerten und damit unter anderem eine sichere reduzierte Geschwindigkeit für den Einrichtbetrieb ermöglichen. Jeder Drehzahlwächter überwacht dabei gleich zwei Achsen und wird über spezielle Adapter und Kabel in die Regelkreis-Rückführung eingebunden, ohne die eigentliche Regelung zu beeinflussen.

Auch in der Sicherheitstechnik hat Bihl+Wiedemann für alle Anlagengrößen die richtige Komplettlösung in petto.

Womit wir bereits bei den Aufgaben der modernen Sicherheitstechnik wären – einem Bereich, in dem Bihl+Wiedemann ebenfalls für alle Eventualitäten die richtige Komplettlösung in petto hat. Ganz gleich, ob es um komplexe und verzweigte Anlagen mit sicheren Steuerungen geht, um mittelgroße Anwendungen mit 10 bis 100 sicheren Ein- und Ausgängen oder um kleine Maschinen mit 3 bis 10 sicheren Signalen: Die intelligenten Lösungen der Mannheimer versprechen in jeder Dimension beachtliche Einsparpotenziale – und meist sogar noch ein Plus an Leistung. Eine davon ist die sichere Koppelung Safe Link über Ethernet der neuesten ASi Gateway-Generation mit integriertem Sicherheitsmonitor. Damit lassen sich im Maximalausbau fast 2000 sichere zweikanalige Eingangssignale einsammeln sowie sichere Ausgänge zentral oder dezentral ansteuern. Die innovativen Geräte tauschen die sicheren Ein- und Ausgangsdaten aller beteiligten Maschinen permanent automatisch miteinander aus und stellen sie dem jeweiligen Programm zur Verfügung. Insgesamt können auf diese Art bis zu 31 der neuen Gateways mit integriertem Sicherheitsmonitor miteinander gekoppelt werden – ohne, dass an irgendeiner Stelle Leistung verloren geht und ohne Einsatz zusätzlicher Hardware. Auch im weitläufigen Mittelfeld der Safety- Applikationen bieten die Sicherheitskonzepte von Bihl+Wiedemann sowohl gegenüber den althergebrachten Sicherheitsrelais als auch im Vergleich zu so genannten Safety-Controllern zahlreiche Vorteile. Die beiden wichtigsten Pluspunkte der ASi Gateways mit integriertem Sicherheitsmonitor, die pro Gerät bis zu 62 sichere Signale einsammeln und auswerten können, sind der konkurrenzlos geringe Verdrahtungsaufwand und die optimale Anbindung an die gängigen Systeme der Automatisierung. Selbst bei Kleinstanwendungen ab drei sicheren Signalen entscheidet ASi Safety das Kostenrennen gegen die konventionelle Verdrahtung dank des Safety Basis Monitors von Bihl+Wiedemann inzwischen souverän für sich. Das Gerät besteht wie sein großer Bruder aus einem Sicherheitsmonitor und einem abschaltbaren ASi Master, ansonsten aber wurde es nach der Devise „Reduce to the max“ entwickelt: Zum Beispiel verfügt es nicht über eine Feldbusschnittstelle, sondern lediglich über Meldeausgänge zur Kommunikation mit einer eventuell übergeordneten Steuerung. Und sein Allerheiligstes steckt nicht im robusten Edelstahlgehäuse, sondern in einem schmalen IP20-Kunststoffgehäuse. Und dazu gibt es für jedes sichere Eingangssignal das passende Modul – für den Schaltschrank in IP20, für das Feld in IP67. Mit anderen Worten: Vom einzelnen sicheren Eingang oder Ausgang bis hin zu sicheren Multi-E/A-Modulen findet sich im Bihl+Wiedemann-Portfolio immer der richtige Slave. Dennoch werden wir auf die Frage, ob noch etwas fehlt, von Bernhard Wiedemann wahrscheinlich auch nach der überüberübernächsten Innovation immer noch dieselbe Antwort bekommen: „Irgendwas fehlt immer.“